Tattoos erfolgreich entfernen lassen

Die Lasertechnologie entwickelt sich ständig weiter. Dies spiegelt sich in den Behandlungsergebnissen und somit auch in der Kundenzufriedenheit wieder. Folgende zwei aktuellen Fälle zeigen eine Vorher-Nachher Situation:

Die Entfernung dieses klassischen Tattoos wurde in unserer Klinik übernommen und zu Ende geführt. Dafür waren 8 Behandlungen notwendig:

Im Falle dieses 12-jährigen Jungens handelt es sich um eine bei einem Unfall entstandene Schmutztätowierung durch Autolackpartikel. Zwischen den Bildern fanden 9 Behandlungen statt:

Wie eine Tattooentfernung von Dr. Rümmelein durchgeführt wird, kann man sich in einem kurzen Video anschauen (Link zum Video). Weitere Infos zu Tattoo- und Permanent Make-Up Behandlungen können Sie der Website der Dr. Rümmelein AG entnehmen (Angebot der Dr. Rümmelein AG).

Dr. Rümmelein zu Gast beim Club auf SRF

Dr. Bettina Rümmelein war neulich zu Gast in der Sendung „Club“ beim SRF zu sehen. Die Diskussion fand unter dem Titel “ Tattoos – gezeichnet fürs Leben“ statt. Die Sendung kann auf der Homepage des SRF in voller länge angesehen werden (Link zu Video).

„Tattoos können zu Verbrennungen führen“

Am 31. Juli 2014 war ein Interview mit Herrn Wichmann, leitender Arzt am Institut für Neuroradiologie des Universitätsspitals Zürich, in der Zeitung 20 Minuten über das Thema Verbrennungen wegen Tattoos bei Magnetresonanztomographien:

 

Wer eine Tätowierung will, denkt wohl kaum an eine Magnetresonanztomographie. Doch bei MRT-Untersuchungen kann man sich wegen des Tattoos die Haut verbrennen.

Ein junger Mann lässt sich in Ibiza ein Tattoo stechen, einige Jahre später muss er sich wegen einer Verletzung am Bein einer Magnetresonanztomographie (MRT) unterziehen. Während er in der Röhre liegt, fängt seine Haut zu schmerzen an und wird rot. Er schlägt Alarm und die Ärzte bringen ihn sofort aus dem Raum. Noch 20 Minuten später wird eine gerötete Schwellung sichtbar, die einer Verbrennung ähnelt. Werner Wichmann, Leitender Arzt am Institut für Neuroradiologie am Universitätsspital Zürich (USZ), erklärt, was hier passiert ist.

Herr Wichmann, ein Mann verbrennt sich während eines MRTs aufgrund seines Tattoos die Haut. Ein Zufall?

Werner Wichmann: Nein, es ist bekannt, dass Tätowierungen bei MRT-Untersuchungen in sehr seltenen Fällen zu Schmerzen, Hautrötungen, Schwellungen oder sogar zu Verbrennungen führen können. Am USZ ist es noch nie dazu gekommen. Die Sicherheitsbestimmungen sind darauf ausgelegt, derartige problematische Fälle zu erkennen und so Verletzungen zu vermeiden.

Wie genau beugt man einer solchen Reaktion vor?

Die Fachpersonen für medizin-technische Radiologie sind für das Thema geschult und sensibilisiert. Sicherheitsmassnahmen beinhalten Fragebogen, Gespräche und Aufklärung der Patienten sowie audiovisuelle Überwachung während der Untersuchung.

Angenommen, es kommt doch zu einer Verbrennung, was dann?

Gegebenenfalls wird die Körperregion vor und nach dem MRT untersucht und eventuell gekühlt. Die Untersuchung kann auch verkürzt oder abgesagt werden. Patienten mit Tätowierungen werden vor dem MRT über Risiken informiert. Ausserdem fordern wir sie auf, einen Alarmknopf zu betätigen, sobald sie Schmerzen verspüren. Dadurch kann der Vorgang gestoppt und Verbrennungen können verhindert werden.

Was geschieht genau mit dem Tattoo während dem MRT?

Die bei der Untersuchung erzeugten magnetischen Felder interferieren mit den Farbpartikeln der Tätowierungen. Dies wird durch Metallteilchen verursacht, die sich in der Tinte des Tattos befinden – übrigens auch im Permanent-Make-up. Diese Teilchen beginnen während dem MRT zu schwingen. Diese Mikrovibration spürt der Patient zwar nicht, sie verursacht aber Hitze. Diese kann zu leichten Schmerzen, Rötungen, Schwellungen oder schlimmstenfalls gar zu Verbrennungen führen.

Gibt es Tattoos, die eher zu Verbrennungen neigen als andere?

Bei frisch gestochenen und grossflächigen Tätowierungen, die Farben mit Metallpartikeln enthalten, ist Vorsicht geboten. Auch wenn sich die Teilchen noch nicht richtig mit der Haut verbunden haben, kann es zu Verbrennungen kommen. Gefährlich sind vor allem alte und unprofessionell gestochene Tattoos, weil diese mehr Metall enthalten.

Wie kann man das Risiko einer Verbrennung minimieren?

Wer sich eine Tätowierung stechen lässt, sollte sich vorab informieren, ob die Farben Metallpartikel enthalten. Nach dem Stechen der Tätowierung sollten die Patienten sechs Wochen zuwarten mit einer MRT-Untersuchung. Wer bereits weiss, dass seine Tätowierung bei einem MRT schmerzt, kann sich mit Geräten untersuchen lassen, welche eine niedrige Feldstärke aufweisen.

Wie oft kommt es denn zu derartigen Verletzungen?

Weltweit sind von 1989 bis 2011 nur zehn Fälle von entsprechenden Schmerzen und Verbrennungen dokumentiert. Am USZ ist mir kein Fall einer Verbrennung aufgrund einer Tätowierung bekannt.

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/13717032

Luisas lange Geschichte: Verbrannt, verätzt, vernarbt und endlich in richtiger Behandlung!

Luisa ist heute 42 Jahre alt. 1984 liess sie sich ein Tattoo auf Schulter und Oberarm stechen. 18 Jahre später hat sie sich dann dazu entschlossen, das Tattoo wieder entfernen zu lassen.

Mit diesem Anliegen ging sie zu einem Tätowierer, welcher ihr die erste Hautschicht mit einem heissen Stab abtrug, sodass das Tattoo herauswachsen könne. Aber auch nach mehreren Sitzungen war die Farbe nicht weg. Später haben sich an der gleichen Stelle grosse Narben gebildet.

Um die Farbe endgültig los zu werden, hat sich Luisa etwa ein Jahr später in einem Beautystudio „Löschfarbe“ unter die Haut spritzen lassen. Die Behandlung war sehr kostspielig (ca. 7 CHF pro Punkt), schmerzhaft und hat nochmals zusätzliche grosse Narben hinterlassen.

All diese übrig geblieben Narben hat Luisa bei einem Arzt durch Abblassen zu kaschieren versucht, leider ohne grossen Erfolg. Nun ist sie bei mir in der Laserbehandlung.

 

Das Lasern ist schmerzhafter als das Tätowieren

Artikel in der Zürichsee-Zeitung (Freitag, 28. Januar 2011)

Bettina Rümmelein, Dermatologin im Medical Center Sanitas in Kilchberg und Vizepräsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für medizinische Laseranwendungen

«Das Lasern ist schmerzhafter als das Tätowieren»

Lassen sich viele Tätowierte ihren Körperschmuck wieder entfernen?

Bettina Rümmelein: Sehr viele. Ich würde sagen, 50 Prozent aller Personen, die ein Tattoo tragen, wollen es wieder loswerden. Die Patienten im Spital Sanitas und im Universitätsspital zusammengerechnet, entferne ich etwa 30 Tätowierungen pro Woche.

Was sind die Gründe, weshalb man ein Tattoo wieder loswerden will?

Häufig sind es berufliche oder persönliche Probleme. Stewardessen der Swiss zum Beispiel dürfen an Handund Fussgelenken keine Tätowierungen tragen. Auch bei der Bewerbung auf eine Stelle im Verkauf könnte sich ein Tattoo nachteilig auswirken.

Was können Tattoos für persönliche Probleme generieren?

Tattoos werden oft als unseriös wahrgenommen. Oder man fühlt sich nicht mehr als derjenige, der sich das Tattoo stechen liess. Manchmal erinnert die Tätowierung an den unlieben Grund, wieso man sich dafür entschieden hatte.

Nennen Sie doch ein paar Beispiele.

Eine junge Frau erzählte mir, sie habe sich selber tätowiert als Protest gegen den neuen Freund der Mutter. Ein Mann, der eine Glatze bekam, wollte sich ein etwas freundlicheres Aussehen verleihen und liess sich Bienen und Blumen auf den Arm tätowieren. Er erkannte seinen Fehler schon beim Stechen. Ein junger Kosovare liess sich den Namen seiner Freundin eintätowieren und führte dies bei seinen Eltern als Argument für eine Heirat mit der nicht genehmen Braut an. Die Braut war es dann aber, die ihm zur Entfernung riet.

In welchem Alter sind die Leute, die Sie aufsuchen?

Über 90 Prozent sind zwischen 20 und 30 Jahre alt und wollen ein frisch gestochenes Tattoo schnell wieder loswerden. Zunehmend sind auch solche darunter, die ein permanentes Make-up entfernen lassen müssen.

Wie funktioniert das?

Mit einem sogenannten Q-switched- Laser zertrümmern wir die Pigmente in der Haut. Das dauert bei einem mittelgrossen Tattoo etwa fünf Minuten.

Das klingt schmerzhaft.

Es ist wesentlich schmerzhafter als das Tätowieren, denn die Haut spürt den Hitzeimpuls, schlimmstenfalls entstehen kleine Blasen. Anschliessend wird die Haut gekühlt und dann verbunden. Danach sollte die Haut eine Weile vor der Sonne geschützt werden. Die nächste Behandlung darf in frühestens sechs Wochen erfolgen.

Es braucht mehrere Behandlungen?

Mit der Entfernung eines etwa handtellergrossen Tattoos ist man etwa ein Jahr beschäftigt – mindestens fünf Behandlungen sind notwendig.

Und dann ist es komplett weg?

Ein Schatten oder ein leichter Schmutzfleck bleibt gelegentlich bestehen. Einige Farben lassen sich ganz schlecht oder gar nicht sprengen. Um dies festzustellen, mache ich immer einen Probelaser. Man kann dadurch eine Prognose abgeben, wie viele Behandlungen nötig sein werden.

Wie viel kostet es, sich ein Tattoo entfernen zu lassen?

Pro Behandlung, die eine halbe Stunde dauert, verrechne ich etwa 400 Franken. (rau)