Fallbeispiel -Tattooentfernung – Hätte man primär gelasert, wäre der Verlauf ein anderer gewesen

Im Jahr 2004 hat sich eine Frau Klein (Name geändert) einen Wunsch erfüllt: Sie liess sich ein Tattoo am Oberarm stechen, einen «Oberarmreif». Obwohl Sie sonst ein sehr vernünftiger und überlegter Mensch ist, hat Sie zu jenem Zeitpunkt zu wenige Überlegungen und Abklärungen getroffen: Das Tattoo war ihr von Anfang an zu gross. Der Tätowierer meinte jedoch, sonst käme es nicht zur Geltung. Als es auf den Oberarm gezeichnet war, hat es ihr gefallen, denn es wahr – obwohl relativ gross – sehr filigran. Gestochen hat es ihr dann nach sehr kurzer Zeit nicht mehr gefallen. Es war definitiv für die zierliche Person zu gross und vermutlich auch mit einer zu dicken Nadel gestochen.

Im 2012 hatte Sie Abklärungen in einer Klinik in Meggen getroffen (heutige Hirslanden Klinik) betreffend Laserbehandlung zur Entfernung des Tattoos. Der Arzt hat ihr zum damaligen Zeitpunkt erklärt, dass aufgrund der Pigmentierung ihrer Haut eine Laserbehandlung nicht empfehlenswert sei, es werde ein Grauschimmer zurückbleiben. Abgesehen davon benötige es rund 16 Behandlungen à Fr. 500.00. (Zur damaligen Zeit war die Lasertechnik vermutlich noch nicht so weit wie heute.) Es bestehe jedoch die Möglichkeit einer Exzision. Zurückbleiben werde natürlich eine Narbe rund um den Oberarm. Ihr Leidensdruck war schon sehr gross, da Sie ja bereits seit 8 Jahren mit einem Tattoo gesegnet war, welches ihr nicht gefiel und auch unter keinem T-Shirt versteckt werden konnte.

So hatte Sie sich entschlossen, die Exzision durchführen zu lassen. Lieber eine Narbe, als dieses Tattoo! Ein ihr bekannter Arzt hat die Exzisionen durchgeführt. Er war der Ansicht, mit drei Exzisionen könne das Tattoo entfernt werden. Er wies Sie darauf hin, dass eine Narbe zurückbleiben werde., was auch in Kauf genommen wurde. Mit drei Exzisionen (3 x rund 2,5 cm = 7,5 cm) konnte das Tattoo jedoch nicht vollständig entfernt werden. Der Mittelteil, der eigentliche «Schmuckstein» in der Mitte des Oberarmreifs, war noch vorhanden, was einer Länge von rund 5 cm entsprach. Weitere Exzisionen waren aufgrund der Dehnbarkeit der Haut nicht mehr möglich. (Anmerkung : Die Exzisionen waren sehr schmerzhaft, da Sie natürlich aufgrund der fehlenden Haut mehrere Wochen lang den Arm nicht strecken konnte).

Die Exzisionen haben in folgenden Abständen stattgefunden:

  1. 29. Januar 2013 2. 6. August 2013 3. 17. Oktober 2014

So musste Sie trotzdem noch Laserbehandlungen durchführen lassen. Das Tattoo in dieser Form konnte man wirklich nicht sein lassen: Eine grosse Narbe sowie ein «zerschnittenes» Tattoo.

Ihre Abklärungen und Suche via Internet haben ergeben, dass der PicoSure Laser in rund drei Sitzungen zum gewünschten Ergebnis führen könne.

Nach zwei Behandlungen hatte Sie aber kaum eine Veränderung wahrgenommen. So ist sie auf Frau Dr. Bettina Rümmelein aufmerksam geworden und hat sich bei ihr vier weiteren Laserbehandlungen unterzogen. Die ersten zwei Laserbehandlungen zeigten grosse Fortschritte, bei den beiden weiteren Behandlungen zeigte sich keine Verbesserung mehr.

3. Laserbehandlung 22. März 2016 Dr. Rümmelein

 

 

 

 

 

 

 

5. Laserbehandlung 16. Dezember 2016 Dr. Rümmelein

 

 

 

 

 

6. Laserbehandlung 31. März 2017 Dr. Rümmelein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgrund des Weges nach Zürich hatte Sie dann eine weitere Behandlung mit einem Fractional Laser Q-switched 1064 in Sursee durchführen lassen. Ebenfalls kein nennenswertes Resultat.

Laserbehandlungen:

  1. 07. Dezember 2015 Pico sure 2. 08. Januar 2016 Pico sure 3. 22. März 2016 Dr. Rümmelein 4. 23. Mai 2016 Dr. Rümmelein 5. 16. Dezember 2016 Dr. Rümmelein 6. 31. März 2017  Dr. Rümmelein 7. 10. November 2017 Fractional Laser, Sursee

Somit hatte Sie sich entschlossen, ein Tattoostudio zu suchen, welches Erfahrung damit hat, über Narben zu stechen. Mit Brigitte Leuenberger vom Tuakana Tattoo in Zofingen wurde Sie fündig. Man hat sich Zeit gelassen, um das richtige Tattoo bezüglich Grösse zu finden. Das Motiv hatte Sie gesucht, Brigitte hat es entsprechend angepasst.

Am 19. März 2018 war es dann endlich soweit: Brigitte hatte ihr das Tattoo gestochen. Es ist absolut perfekt und verdeckt die Narbe sowie den restlichen Farbschimmer bestmöglich. Endlich hat meine Odyssee ein Ende, endlich kann Sie wieder ohne Scham ein schönes Shirt oder ärmelloses Kleid tragen.

Kommentar von Frau Dr. Rümmelein:

  1.  Die Lasertattooentfernung ist das Mittel der ersten Wahl und führt in der überwiegenden Zahl der Fälle zu guten Ergebnisse. Ältere Lasersysteme mit längeren Impulsen waren nicht so erfolgreich und sollten heute nicht mehr benutzt werden.
  2. Das operative Vorgehen hat vermutlich den Lymphfluss behindert und damit den Farbabtransport verschlechtert. Hätte man primär gelasert, wäre der Verlauf ein anderer gewesen.
  3. Die Versprechungen, dass der PicoSure Tattoos in 2-3 Sitzungen entfernt, waren falsch und werden heute auch nicht mehr so formuliert.
  4. Am Anfang jeglicher Behandlungen muss eine verantwortungsvolle Beratung des Patienten stehen.

Dr. Rümmelein nun auch in der Stadt Zürich

Wir haben ein turbulentes Jahr hinter uns, weshalb die Aktivität dieses Blogs etwas in den Hintergrund gerückt wurde. Nun melden wir uns jedoch mit einer freudigen Botschaft zurück: Nachdem die Praxis von Frau Dr. Rümmelein bereits seit einigen Jahren Patienten aus aller Welt in Kilchberg ZH behandelt, wurde letzten Sommer ein zweiter Standort in der Enge in Zürich eröffnet. Der alte Standort in Kilchberg bleibt weiterhin wie gewohnt bestehen, jedoch hauptsächlich unter der medizinischen Leitung von Frau Dr. Susanne Gleissner.
Der neue Standort befindet sich hinter dem Bahnhof Enge, direkt neben der Kirche im ehemaligen Pfarrhaus an der Bürglistrasse 11.
Weitere Informationen zum neuen Standort sowie die genauen Kontaktdaten finden Sie auf der Webpage der Dr. Rümmelein AG.

Bilderserie der Bürglistrasse