Luisas lange Geschichte: Verbrannt, verätzt, vernarbt und endlich in richtiger Behandlung!

Luisa ist heute 42 Jahre alt. 1984 liess sie sich ein Tattoo auf Schulter und Oberarm stechen. 18 Jahre später hat sie sich dann dazu entschlossen, das Tattoo wieder entfernen zu lassen.

Mit diesem Anliegen ging sie zu einem Tätowierer, welcher ihr die erste Hautschicht mit einem heissen Stab abtrug, sodass das Tattoo herauswachsen könne. Aber auch nach mehreren Sitzungen war die Farbe nicht weg. Später haben sich an der gleichen Stelle grosse Narben gebildet.

Um die Farbe endgültig los zu werden, hat sich Luisa etwa ein Jahr später in einem Beautystudio „Löschfarbe“ unter die Haut spritzen lassen. Die Behandlung war sehr kostspielig (ca. 7 CHF pro Punkt), schmerzhaft und hat nochmals zusätzliche grosse Narben hinterlassen.

All diese übrig geblieben Narben hat Luisa bei einem Arzt durch Abblassen zu kaschieren versucht, leider ohne grossen Erfolg. Nun ist sie bei mir in der Laserbehandlung.

 

Endlich weg!

Erfahrungsbericht einer Patientin

Kilchberg, den 18.3.2011

 

Heute ist meine Therapie abgeschlossen worden und ich bin sehr froh, dass mein Tattoo bereits nach fünf Behandlungen kaum noch, eigentlich gar nicht sichtbar ist. Die Behandlungen fanden im Abstand von 6-8 Wochen statt. Einige Tage nach der Behandlung, die wegen der aufgetragenen Betäubungscreme nicht so schlimm war, musste ich einen Verband tragen, dann ging es mit etwas Creme auch ohne.

Ich bin so froh, dass das Tattoo weg ist und kann Euch nur zu diesem Schritt raten.

Eure Florence (23 Jahre)

Tattoos – ein Problem für Flugbegleiter

In letzter Zeit haben mir immer mehr junge Frauen und Männer, die sich bei einer Fluggesellschaft als Flugbegleiter bewerben wollten, erzählt, dass sie bereits beim Telefoninterview nach der Angabe eines Tattoos ausgeschieden sind. Plötzlich ist ein grosses Problem da, der Berufswunsch, der Traum vom Fliegen und das Tattoo, welches diesem Traum im Wege steht.

Gerade in so einer verzweifelten Situation glaubt man gerne an schnelle Hilfe, aber die seriöse Entfernung eines Tattoos braucht Zeit. Die Q-switched Laser sind das Mittel der ersten Wahl und eine Behandlungszeit von mindestens 5 Behandlungen mit einem Abstand von 6 Wochen ist immer nötig. Das sind 7 1/2 Monate!

Eine Patientin erzähle mir jedoch, dass es bei der Bewerbung gereicht habe, dass sie die Behandlung bereits begonnen habe.

Wenn Ihr/Sie mehr über Flugbegleiter und Tattoos lesen möchten empfehle ich den Blog http://forum.flugbegleiter.net/viewtopic.php?f=34&t=22152

Das Lasern ist schmerzhafter als das Tätowieren

Artikel in der Zürichsee-Zeitung (Freitag, 28. Januar 2011)

Bettina Rümmelein, Dermatologin im Medical Center Sanitas in Kilchberg und Vizepräsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für medizinische Laseranwendungen

«Das Lasern ist schmerzhafter als das Tätowieren»

Lassen sich viele Tätowierte ihren Körperschmuck wieder entfernen?

Bettina Rümmelein: Sehr viele. Ich würde sagen, 50 Prozent aller Personen, die ein Tattoo tragen, wollen es wieder loswerden. Die Patienten im Spital Sanitas und im Universitätsspital zusammengerechnet, entferne ich etwa 30 Tätowierungen pro Woche.

Was sind die Gründe, weshalb man ein Tattoo wieder loswerden will?

Häufig sind es berufliche oder persönliche Probleme. Stewardessen der Swiss zum Beispiel dürfen an Handund Fussgelenken keine Tätowierungen tragen. Auch bei der Bewerbung auf eine Stelle im Verkauf könnte sich ein Tattoo nachteilig auswirken.

Was können Tattoos für persönliche Probleme generieren?

Tattoos werden oft als unseriös wahrgenommen. Oder man fühlt sich nicht mehr als derjenige, der sich das Tattoo stechen liess. Manchmal erinnert die Tätowierung an den unlieben Grund, wieso man sich dafür entschieden hatte.

Nennen Sie doch ein paar Beispiele.

Eine junge Frau erzählte mir, sie habe sich selber tätowiert als Protest gegen den neuen Freund der Mutter. Ein Mann, der eine Glatze bekam, wollte sich ein etwas freundlicheres Aussehen verleihen und liess sich Bienen und Blumen auf den Arm tätowieren. Er erkannte seinen Fehler schon beim Stechen. Ein junger Kosovare liess sich den Namen seiner Freundin eintätowieren und führte dies bei seinen Eltern als Argument für eine Heirat mit der nicht genehmen Braut an. Die Braut war es dann aber, die ihm zur Entfernung riet.

In welchem Alter sind die Leute, die Sie aufsuchen?

Über 90 Prozent sind zwischen 20 und 30 Jahre alt und wollen ein frisch gestochenes Tattoo schnell wieder loswerden. Zunehmend sind auch solche darunter, die ein permanentes Make-up entfernen lassen müssen.

Wie funktioniert das?

Mit einem sogenannten Q-switched- Laser zertrümmern wir die Pigmente in der Haut. Das dauert bei einem mittelgrossen Tattoo etwa fünf Minuten.

Das klingt schmerzhaft.

Es ist wesentlich schmerzhafter als das Tätowieren, denn die Haut spürt den Hitzeimpuls, schlimmstenfalls entstehen kleine Blasen. Anschliessend wird die Haut gekühlt und dann verbunden. Danach sollte die Haut eine Weile vor der Sonne geschützt werden. Die nächste Behandlung darf in frühestens sechs Wochen erfolgen.

Es braucht mehrere Behandlungen?

Mit der Entfernung eines etwa handtellergrossen Tattoos ist man etwa ein Jahr beschäftigt – mindestens fünf Behandlungen sind notwendig.

Und dann ist es komplett weg?

Ein Schatten oder ein leichter Schmutzfleck bleibt gelegentlich bestehen. Einige Farben lassen sich ganz schlecht oder gar nicht sprengen. Um dies festzustellen, mache ich immer einen Probelaser. Man kann dadurch eine Prognose abgeben, wie viele Behandlungen nötig sein werden.

Wie viel kostet es, sich ein Tattoo entfernen zu lassen?

Pro Behandlung, die eine halbe Stunde dauert, verrechne ich etwa 400 Franken. (rau)

Lasertherapie: Was kann man erwarten?

Trotz modernster Technik verschwindet ein Tattoo leider nicht über Nacht. Zwischen diesen beiden Bildern liegen 3 Behandlungssitzungen im Abstand von ca. 4 Wochen. Wer sich für eine Tattoolaserbehandlung entscheidet, braucht also Geduld. Wenn die Behandlung dieser Patientin abgeschlossen ist, werden wir das entsprechende Bild präsentieren.