“Tattoos können zu Verbrennungen führen”

Am 31. Juli 2014 war ein Interview mit Herrn Wichmann, leitender Arzt am Institut für Neuroradiologie des Universitätsspitals Zürich, in der Zeitung 20 Minuten über das Thema Verbrennungen wegen Tattoos bei Magnetresonanztomographien:

 

Wer eine Tätowierung will, denkt wohl kaum an eine Magnetresonanztomographie. Doch bei MRT-Untersuchungen kann man sich wegen des Tattoos die Haut verbrennen.

Ein junger Mann lässt sich in Ibiza ein Tattoo stechen, einige Jahre später muss er sich wegen einer Verletzung am Bein einer Magnetresonanztomographie (MRT) unterziehen. Während er in der Röhre liegt, fängt seine Haut zu schmerzen an und wird rot. Er schlägt Alarm und die Ärzte bringen ihn sofort aus dem Raum. Noch 20 Minuten später wird eine gerötete Schwellung sichtbar, die einer Verbrennung ähnelt. Werner Wichmann, Leitender Arzt am Institut für Neuroradiologie am Universitätsspital Zürich (USZ), erklärt, was hier passiert ist.

Herr Wichmann, ein Mann verbrennt sich während eines MRTs aufgrund seines Tattoos die Haut. Ein Zufall?

Werner Wichmann: Nein, es ist bekannt, dass Tätowierungen bei MRT-Untersuchungen in sehr seltenen Fällen zu Schmerzen, Hautrötungen, Schwellungen oder sogar zu Verbrennungen führen können. Am USZ ist es noch nie dazu gekommen. Die Sicherheitsbestimmungen sind darauf ausgelegt, derartige problematische Fälle zu erkennen und so Verletzungen zu vermeiden.

Wie genau beugt man einer solchen Reaktion vor?

Die Fachpersonen für medizin-technische Radiologie sind für das Thema geschult und sensibilisiert. Sicherheitsmassnahmen beinhalten Fragebogen, Gespräche und Aufklärung der Patienten sowie audiovisuelle Überwachung während der Untersuchung.

Angenommen, es kommt doch zu einer Verbrennung, was dann?

Gegebenenfalls wird die Körperregion vor und nach dem MRT untersucht und eventuell gekühlt. Die Untersuchung kann auch verkürzt oder abgesagt werden. Patienten mit Tätowierungen werden vor dem MRT über Risiken informiert. Ausserdem fordern wir sie auf, einen Alarmknopf zu betätigen, sobald sie Schmerzen verspüren. Dadurch kann der Vorgang gestoppt und Verbrennungen können verhindert werden.

Was geschieht genau mit dem Tattoo während dem MRT?

Die bei der Untersuchung erzeugten magnetischen Felder interferieren mit den Farbpartikeln der Tätowierungen. Dies wird durch Metallteilchen verursacht, die sich in der Tinte des Tattos befinden – übrigens auch im Permanent-Make-up. Diese Teilchen beginnen während dem MRT zu schwingen. Diese Mikrovibration spürt der Patient zwar nicht, sie verursacht aber Hitze. Diese kann zu leichten Schmerzen, Rötungen, Schwellungen oder schlimmstenfalls gar zu Verbrennungen führen.

Gibt es Tattoos, die eher zu Verbrennungen neigen als andere?

Bei frisch gestochenen und grossflächigen Tätowierungen, die Farben mit Metallpartikeln enthalten, ist Vorsicht geboten. Auch wenn sich die Teilchen noch nicht richtig mit der Haut verbunden haben, kann es zu Verbrennungen kommen. Gefährlich sind vor allem alte und unprofessionell gestochene Tattoos, weil diese mehr Metall enthalten.

Wie kann man das Risiko einer Verbrennung minimieren?

Wer sich eine Tätowierung stechen lässt, sollte sich vorab informieren, ob die Farben Metallpartikel enthalten. Nach dem Stechen der Tätowierung sollten die Patienten sechs Wochen zuwarten mit einer MRT-Untersuchung. Wer bereits weiss, dass seine Tätowierung bei einem MRT schmerzt, kann sich mit Geräten untersuchen lassen, welche eine niedrige Feldstärke aufweisen.

Wie oft kommt es denn zu derartigen Verletzungen?

Weltweit sind von 1989 bis 2011 nur zehn Fälle von entsprechenden Schmerzen und Verbrennungen dokumentiert. Am USZ ist mir kein Fall einer Verbrennung aufgrund einer Tätowierung bekannt.

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/13717032

Teilweise Entfernung eines Tattoos

Dieser Patient wurde zwangstätowiert: Das eigene Tattoo wurde durchgestrichen und mit einem Datum versehen.

 

 

 

 

 

 

 

Während der Laser-Entfernung des unerwünschten Teils der Tätowierung wurde der andere Teil sorgfältig abgeklebt.

 

 

 

 

 

 

Das Endresultat überzeugt: Strich und Datum sind kaum mehr zu sehen. Die Übergänge können auf dem Original-Tattoo noch nachgestochen werden.

Tätowierungen und Infektionen

In einer Dermatologieabteilung in Seattle wurden bei drei vor 1-3 Wochen tätowierten Patienten Hautinfektionen mit nicht-tuberkulösen Mykobakterien diagnostiziert. Die Ursache dafür war wahrscheinlich die Tätowiertinte. Rückblickend werden über 20 weitere identische Fälle vermutet. Ein Patient musste intravenös mit Antibiotika behandelt werden. Ein hoher Preis für eine Tätowierung! Zudem sehen die Köperbilder oftmals auch noch schrecklich aus!

 

Schweizer Med Forum 2014;14(11):217

Tattoo – ein Gesundheitsrisiko?

Immer mehr Menschen lassen sich tätowieren. Viele Konsumenten sind sich jedoch nicht darüber im Klaren, dass die für ihre Tätowierung verwendeten Farben keinerlei Prüfung oder Zulassung durch die Gesundheitsbehörden unterliegen.

Tatsache ist, dass wir wenig über die Zusammensetzung der injizierten Farbstoffe und ihre langfristige Wirkung auf den Menschen wissen. Die möglichen gesundheitlichen Risiken treten jedoch immer mehr ins Bewusstsein von Forschern und Medizinern.

Die häufigsten gesundheitlichen Probleme im Zusammenhang mit Tätowierungen sind Allergien. Auch können Krankheitserreger wie Viren und Bakterien in den Körper gelangen. Daneben stellt sich jedoch auch die schwerwiegende Frage, ob manche der in den Tätowiermitteln enthaltenen Stoffe Krebs auslösen können.

Lesen Sie dazu einen spannenden Artikel in der NZZ:  http://www.nzz.ch/wissen/wissenschaft/wie-viel-gefahr-sitzt-unter-der-haut-1.18109418

Narbenlose Tattoo-Entfernung dank Q-switched Laser

Tattoos werden immer populärer. Doch nicht immer ist die Hautbemalung ein Fall für die Ewigkeit. Manchmal wird sie bereits am nächsten Tag bereut, in anderen Fällen ändern sich Körperbild und Lebensstil über die Jahre hinweg so, dass die Tätowierung irgendwann nicht mehr passt.

Soll die unter die Haut gebrachte Farbe wieder entfernt werden, empfiehlt sich eine Behandlung mit Q-switched oder gütegeschaltetem Laser. In den meisten Fällen ist so eine narbenlose Tattoo-Entfernung möglich.

Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel: DermatologiePraxis_Tattoos

Permanent Makeup ist auch ein Tattoo

Wer hat denn diese Stiche gezogen?Permanent Makeup klingt einfach gut: Nie wieder das lästige tägliche Schminken, wasserfest, professionell gemacht.
Und dann kommt so etwas heraus! Sie gestrichelten Härchen unnatürlich und in die falsche Richtung.
Glücklicherweise kann das Problem mit einem Laser gelöst werden.
Häufig werden den Kundinnen vor dem Pigmentieren noch die Augenbrauen
rasiert und dann wird irgendwo pigmentiert.
Mit Laser konnte dieses Missgeschick
sehr gut entfernt werden.

Kein Grund zur Sorge!

Blasenbildung nach einer Tattoolaser-Behandlung sind kein Anlass zur Sorge, sondern gehören in vielen Fällen zum Heilungsprozess.

Blasenbildung nach der Behandlung.

 

 

 

Die Blasen sind verheilt.

 

 

 

 

Nach weiteren Behandlungen verschwindet das Tattoo allmählich. Die Blasen haben keinerlei Schäden hinterlassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vollständige Entfernung nach 12 Behandlungen

 

Wenn die Liebe verblasst…

… kommt der Laser zum Einsatz!

Auf den Bildern sieht man das Tattoo vor und nach nur einer Laserbehandlung. Weitere Sitzungen werden folgen.
Lesen Sie hier über ihren Verlauf nach.

Tätowierter Liebesschwur

 

 

 

 

 

 

 

Nach nur einer Laserbehandlung

 

 

Unsachgemässe Tattoo-Entfernung – und die ausgebesserte Variante

Nach einem Jahr Tragzeit entschied sich diese Patientin zur Entfernung ihres Tattoos. Die Behandlung erfolgte bei einer Kosmetikerin und war unglaublich schmerzhaft. “Ich dachte, das müsse so sein”, erinnert sich die junge Frau.

Sie erschrak, als sie ihre Haut direkt nach der Behandlung sah.

 

 

 

 

 

 

 

Aber es kam noch schlimmer.

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt ist sie bei mir in Behandlung: “Ich hoffe so sehr, dass sie das wieder hinbekommt! Wäre ich doch gleich zu einem Arzt gegangen!”

 

 

 

 

 

 

Mittlerweile sind wir schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis, doch die Behandlung ist noch nicht beendet.

 

Narbenlose Tattooentfernung: Abschluss einer Laserbehandlung nach 1 1/2 Jahren

Letzte Woche war die Abschlusskontrolle. Nach 1 1/2 Jahren Behandlung, insgesamt wurde 8 Mal gelasert, sind die Reste des Tattoos kaum noch zu sehen. Auf dem Bild sind die Haare am Unterarm rasiert. Wenn sie nachgewachsen sind, wird man sicher gar nichts mehr sehen.